Anerkannter Fachbetrieb für Planung, Ausführung und Pflege von Gartenanlagen.

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Brünjeshof Worpswede - Grundriss

Im Grundriss betrachtet, macht der Garten eigentlich einen recht langweiligen und gezirkelten Eindruck:
Eine Abfolge von Einzelgärten zwischen "außen" liegenden schnurgeraden Wegen, mit Querwegen unterteilt und verbunden. An den Seiten und Rändern bleibt ab und zu Platz und "Luft", als Wirtschaftsfläche, Terrasse oder eine "schöne Ecke" (die nicht unbedingt in einer Ecke liegen muss). Alle Teile sind seitlich und auch ohne vorgezeichneten Weg über die Mitte "durchgängig" erreichbar.

Brünjeshof Worpswede - 1920

Der Küchengarten ist entsprechend häufiger und mit mehr Wegen unterteilt. Ein recht einfaches Prinzip, aber überhaupt kein langweiliger Garten. Bis in viele Details ähnelt der Brünjeshof "landläufig" üblichen Garten. Damit ist nicht gemeint, dass es sich dabei um formale Nachahmungen handelt oder um die Anwendung eines festen Schemas; sondern dass der Garten nach Verfahrensweisen und Prinzipien mit gewissen Regeln und Bedeutungen begonnen wurde, die auch bisher (im Grunde immer schon) zu brauchbar gealterten Gärten geführt hatten. Solche Gärten sind immer in bestimmtem Maße eingeteilte Gärten.

Brünjeshof Worpswede - Grundriss

Die Einteilung nach Gebrauch, Nutzen und Bedeutung, mit Platz für Liebhabereien, hat ihren wesentlichen Grund auch darin, dass die damit verbundene Arbeit unterschiedlich intensiv ist und einteilbar wird. Nicht zuletzt lässt sich der Garten so auch auf längere Sicht leichter handhaben, weil man ihn dem zeit- und teilweise wechselnden Bedarf, den Vorlieben und Vorzügen in Teilen anpassen kann.

Versuchen wir, die einzelnen Abteilungen mit einem Namen zu charakterisieren, wird deutlich, dass sie einem ganz allgemein gebräuchlichen "Kanon" von Hof - und Gartenteilen entsprechen bzw. diesen für sich "übersetzen" und neu organisieren:
Vorhof und Vorgarten, Gras - und Obstgarten, Küchen - und Ziergarten sind "Elemente", die von ihrer Entstehung her ganz "Haus - und - Hof -wirtschaftlich" gedacht sind, sich aber offenbar auch unter veränderten Vorzeichen als Organisationsprinzip weiter bewähren.

Brünjeshof Worpswede - 1920

Die Qualität einer "groben" Einteilung besteht letztlich auch darin, dass der Gartengebrauch veränderbar ist, ohne den Garten verändern zu müssen. Der Garten ist anpassungsfähig, verfolgt also nicht starr eine ganz bestimmte Bedienungsanleitung oder auch ein Bild, das "unbeweglich" ist und macht. Deshalb kann der Garten altern.

aus: Landschaftsstudie der Kasseler Schule von Helmut Böse - Vetter und Inge Meta Hülbusch

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