Anerkannter Fachbetrieb für Planung, Ausführung und Pflege von Gartenanlagen.

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Brünjeshofes Worpswede - Garten

     

Wie hat es Carl Emil Uphoff angefangen, aus einem "schwierigen" Grundstück - so werden ähnliche Fälle ja üblicherweise genannt - einen Garten anzulegen, der nach fast 80 Jahren immer noch Bestand hat? Man könnte meinen, solch ein Schlauch animierte zu besonders phantasievollen Ideen oder erforderte als Thema - "Garten eines Künstlers" - spezielle Überlegungen. Aber entgegen solchen Erwartungen ist der Brünjeshof auf recht herkömmliche Weise angelegt, oder besser gesagt, nach bewährter Manier organisiert.

     

Ein ganz normaler Garten, der mit vielen Alltagsgärten durchaus vergleichbar ist, in seiner "Architektur" über den üblichen Rahmen hinausgeht, ohne diesen zu sprengen oder aus der Reihe zu tanzen. Der Garten ist in unterschiedliche Bereiche eingeteilt, die für jeweils eine ganze Reihe mehr oder weniger bestimmter Zwecke gedacht sind. Das Grundstück bringt es mit sich, dass die einzelnen Abteilungen in einer ganz bestimmten Abfolge auf die Reihe gebracht werden.

     

Wir betreten den Garten über den Eingangshof (Vorgarten) von der Seite und stehen am hinteren Giebel mit seinem umgebauten Dielentor vor einer fast ebenerdigen Terrasse. Von hier aus blickt man in die Tiefe des Gartens, zunächst auf eine Rasenfläche mit einzelnen Obstbäumen, einer mächtigen Scheinzypresse, überhängendem Holunder und hohen Rhododendren an den Rändern.

     

Nach einem Querweg kommen wir auf eine Wiese, die mit einer niedrigen Spiralenhecke eingefasst ist, dahinter ragt eine hohe Reihe Thujen und Fichten zu beiden Seiten auf. Die Hecke führt in einer ondulierten Linie um die Wiese. In den Nischen dieser Wellenlinie entdecken wir einige Plastiken von Carl Emil Uphoff.

     

Aber es geht weiter.
Mit eingezogenem Kopf treten wir durch eine dicht zusammengewachsene Gruppe breiter Fichten hindurch und stehen unter einem Rosenbogen vor dem Küchen - und Blumengarten.

  
  
     

Den blumengesäumten Mittelweg entlang sehen wir auf den Grabhügel mit den Urnen Carl Emil Uphoffs und seiner beiden Frauen am Ende des Weges - eingerahmt von schlanken Fichten, mit einer niedrigen Buchs - und einer hohen Fichtenhecke umgeben, die auch den weiteren Küchengarten umschließt.

     

Ein Querweg teilt diesen Garten in vier Quartiere. Der kleine Platz in der Mitte mit Brunnen wird von Obstbäumen in den Ecken überschattet. Die Rabatten waren mit Ringelblumen, später mit Kapuzinerkresse eingefasst.
Buchsbaum als Beetkanten gab es nicht, wenn überhaupt, dann war er auf die Einfassung eines Blumenrondells im Wegkreuz beschränkt. Dieses hatte aber nicht lange Bestand, weil es zunehmend im Wege lag. Damit ist der Garten aber noch nicht zu Ende.

     

Hinter dem Nutzgarten reicht ein langes Wiesenstück mit einer Apfelbaumallee in der Mitte bis zu einem dazugehörigen Waldstück. Diese Wiese wird beidseitig von einer Reihe mächtiger Scheinzypressen (Chamaecyparis lawsoniana erecta 'Vindis') begrenzt, die dem Ganzen eine fast südländische Atmosphäre geben.

     

An beiden Grenzen führen in ganzer Gartenlänge "außen" Wege an den Wänden des Nachbargartens entlang. Zwischen den hohen Weißdorn-, Hainbuchen- und Fichtenhecken, durchwachsen mit Holunder und Farnkraut, fühlt man sich wie in einem Hohlweg, von dem man in bestimmten Abständen einen Blick in die einzelnen Gärten und auf die andere Seite werfen kann.

     

An der südlichen Grenzmauer liegt von alten Kastanien verdeckt das Atelierhaus mit einem kleinen Vorplatz. Hier verbreitert sich der Weg mit seitlichen Lagerflächen, Kompostplatz und Schuppen, bis zum Gemüsegarten und wird danach wieder schmaler, bis nur noch ein Trampelpfad zu erkennen ist. An den Rändern wächst überall Holunder durch, teilweise auch Ahorn. Alles ist dicht eingewachsen - fast wie ein Waldrand.

aus: Landschaftsstudie der Kasseler Schule von Helmut Böse - Vetter und Inge Meta Hülbusch

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