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Carl-Emil Uphoff mit seiner Frau im Garten

Carl Emil Uphoff - Mein Garten

Die letzten Zeilen des Gedichtes von C.E. Uphoff, welches diesem Text nachgestellt ist, verdeutlichen seine Einsamkeit in dieser Zeit und wieviel Kraft er für seinen "Lebenskampf" aus der Beschäftigung mit seinem Garten zieht.

Wer durch diesen Garten geht, der wisse:
Hier hat sich ein Mensch ein eignes Reich gestaltet,
und hier hat ein Schaffensgeist gewaltet,
der stets wusste, daß er wirken müsse,

wirken, um das Leben neu zu gründen,
neuen Sinn ihm, neue Form zu geben,
neu das Ewige im Zeitlichen zu finden
und das Zeitliche ins Ewige verweben.

Hier war nichts, als dieses Werk begonnen,
schlechter Acker nur, der kaum den Halm noch nährte,
und nur was Natur aus ihrer Kraft gewährte:
Dorn und Disteln wurden noch gewonnen.

Buschwerk auch, geringes, wuchs am Wege,
den du jetzt in Baumschatten schreitest,
hier und da ein Bäumchen ohne Pflege
mühte sich zu wachsen. Jetzt nun weitest

du mit Staunen, Wandrer, deine Blicke,
siehst, wie hohe Wipfel sich im Winde wiegen
ihr Geäste grünen, blühen, fruchtreich biegen
sich in stolzer Kraft und dir und mir zum Glücke,

immer neuen, köstlichen Erlebens.
Suchst ein Vorbild du für kraftvolles Bestehen,
suchst du Freundschaft, Liebe sonst vergebens,
nimm dir einen Baum zum Freund, so wirst du sehen:

Hier ist Treue, hier ist Tröstung deinen Nöten,
hier ist Frieden für die kampfzermürbte Seele,
hier ist Stille, was für Leid dich immer quäle,
brauchst nicht drum zu betteln und zu beten.

22. Mai 1952 (Himmelfahrt)
Carl Emil Uphoff - Worpswede

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